Studienfahrt auf den Spuren der Millionen entlang der Cote d`Azur

Es sollte unsere letzte gemeinsame Fahrt werden, als die Klassen 10a und 10c am Sonntag, dem 15.09.2019 mit 46 Schüler*innen und vier Lehrkräften um 23 Uhr den Doppeldeckerbus zur 17-stündigen Fahrt nach Sanremo betraten. Doch schon wurden wir um 6 Uhr von Blaulicht und Sirene geweckt und standen ab da bis 9 Uhr im Stau beim Gardasee, da ein Stück vor uns ein LKW ausbrannte. Nach drei Stunden Warten ging es endlich weiter in Richtung Küste, sodass wir nach langer Fahrt gegen 17 Uhr unser lang ersehntes Ziel, das Dreisterne-Hotel „Principe“ in der Stadtzentrumsnähe Sanremos erreichten. Nach dem Gepäcktransport unternahmen wir gemeinsam einen kleinen Stadtrundgang, sahen uns den Hafen und die Fußgängerzone an und bekamen unseren Radius für den Alleingang in Gruppen abgesteckt. Nach dem Abendessen im Hotel durften wir noch kurz im Team von mindestens drei Leuten Sanremo bei „Nacht“ erkunden. Am zweiten Tag stieg eine Reiseführerin in unseren Bus, die uns das Fürstentum Monaco näherbrachte. Sie führte uns an den königlichen Palästen vorbei in die Kirche, in der Grace Kelly beerdigt ist, in die Altstadt und zum Grimaldipalast zur Wachablöse. Es soll zu dieser Zeit die Fürstenfamilie anwesend gewesen sein. Alle trafen sich nach der Mittagspause im Ozeanographischen Museum. Die riesigen Aquarien mit den ungewöhnlichsten Fischen und den Riesenschildkröten bei grandiosem Meerblick werden allen in Erinnerung bleiben. Danach fuhr unser Bus die Start-Ziel-Gerade der Formel I-Rennstrecke von Monaco zum Tunnel entlang. Wer sich für diesen Rennsport interessierte, dem wurde jetzt die Enge und Gefährlichkeit dieser Strecke bewusst. Weiter ging es zum Casino und einem der teuersten Cafes der Welt. Ein Kaffee kostete dort 10 Euro. Dafür konnte man aber sehr teure Autokarosserien bewundern. Wir trauten unseren Augen nicht, wieviel man in Autos, Kleidung und Schmuck investieren kann. Am Abend hatten wir wieder vor und nach dem Abendessen Freizeit in Sanremo. Der Mittwoch entführte uns mit Reiseleitung nach Südfrankreich, nämlich nach Nizza. Eine Elektro-Bimmelbahn fuhr uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Nizzas. Nach einem gemeinsamen Spaziergang zum Blumenmarkt durfte jeder Souvenirs jagen. Anschließend ging es wieder zurück nach Sanremo, wo wir gruppenweise unsere Freizeit vor und nach dem Abendessen selbst gestalten durften. Am Donnerstag besuchten wir nach dem Frühstück zu Fuß die Markthalle Sanremos, in der sich viele mit Mitbringseln für zuhause eindeckten: Parmesan, Oliven, Olivenöl, Pestos, Obst,…, alles, was die Region so hergab. Dann fuhren wir zum zweiten Mal nach Südfrankreich, diesmal Menton. Nach einem weiteren Besuch einer Markthalle wanderten wir viele Stufen zur Kirche der Zitronenstadt hinauf und machten dort ein Gruppenfoto für diesen Jahresbericht. Dort hatte gerade ein Paar geheiratet. Wie romantisch! Dann verbrachten wir unseren Mittag in der Altstadt, die für Seifen und Parfüms berühmt ist. Zusammen gingen wir an den Stadtstrand. Dank Herrn Hackl und Frau Liebl, unseren zwei Begleitsportlehrern, durften wir ins Meer. Dies war eindeutig ein Highlight unserer Fahrt, vor allem der Spaß uns nacheinander in die Luft zu werfen und einen Wettbewerb zu starten, wer am höchsten aufsteigt. Manche flirteten aber auch mit Rosenheimer Realschülerinnen, die uns auf ihrer Studienreise zuschauten und sich mit uns freuten. So endete dann auch der letzte schöne Tag unserer Reise, den wir in Sanremo bei etwas längerem Ausgang für unser bestes Betragen auf unserer Studienfahrt ausklingen ließen. Am Freitag mussten wir nach dem Frühstück leider unsere Koffer packen und Sanremo und damit die blaue Küste der Millionäre verlassen. Die 13-stündige Fahrt verlief reibungslos, sodass wir um 21 Uhr heil in Tittling ankamen.

Bedanken möchten wir uns bei unseren Klassenleitern Frau Mahl und Herrn Urban und natürlich auch bei unseren Begleitlehrern Frau Liebl und Herrn Hackl J. für eine entspannte und unvergessliche Studienfahrt. Jetzt wissen wir, wozu wir lernen sollen.

Die Klasse 10 a und Frau Mahl