Realschule verabschiedet 103 Absolventen

Artikel in der „Passauer Neue Presse“ vom 23.07.2019

PDF-Version: 2019-07-23 Realschule verabschiedet 103 Absolventen

22 mit einer Eins vor dem Komma – Natascha Petris herausragende Leistung in Französisch gewürdigt

Tittling. 103 Absolventen der Realschule Tittling haben ihre Mittlere Reife in der Tasche. Auf der Abschlussfeier in der Dreiburgenhalle erhielten sie ihre Abschlusszeugnisse überreicht. Über ein Fünftel von ihnen hatte am Ende eine Eins vor dem Komma stehen. Natascha Petri (1,09), Kristina Meier (1,18) und Fabian Frank (1,25) waren die drei Schulbesten.
Konrektor Andreas Gilg wertete es als Zeichen großer Wertschätzung, dass unter den Ehrengästen Pfarrer Fabian Feuchtinger und Pfarrer Thomas Plesch, Armin Diewald als Vertreter des Landrats im Amt, Bürgermeister Helmut Willmerdinger und mit ihm die Nachbar-Bürgermeister Alois Kreipl, Walter Bauer, Stephan Gawlik, Edeltraud Stegbauer- Wagner, Georg Steinhofer, Rudolf Müller, Alois Weber, Uwe Urtel, Josef Schuh, Edmund Sterr und Günther Neumayer weilten. Zudem war, als Vertreterin des Elternbeirats, Irmtraud Ranzinger und auch Rektor Reinhard Bernhart von der benachbarten Grund- und Mittelschule Tittling anwesend.
Armin Diewald dankte zu Beginn der Geistlichkeit und allen Mitwirkendenamfeierlichen Gottesdienst. Er beglückwünschte die Entlassschüler zu ihrem schulischen Erfolg, ihren bemerkenswerten Ergebnissen und dem ersten großen Lebensziel, das sie erreicht haben. Er gratulierte zudem Eltern und Lehrkräften, die am Lernerfolg durchaus beteiligt waren. Die Absolventen erwarben an der Schule gute Grundlagen und Kompetenzen, sie habe sie fit gemacht für die Zukunft. „Wir brauchen sie in der Heimatregion“, sagte er den jungen Leuten. Lernen, Wohnen, Arbeiten laute der Dreiklang. Es gebe qualifizierte Arbeitsplätze in der Region, in die viele Bürger gerne zurückkehren, wenn sie beruflich auch mal „auf Reise“ gegangen seien. Der Markt Tittling habemit der Realschule im Dreiburgenland einen wichtigen Partner, sagte Bürgermeister Willmerdinger. Für die Absolventen gehe ein Lebensabschnitt zu Ende, ein neuer beginne, der an eine weiterführende Schule oder ins Berufsleben führt. Gemeinsam sei den beiden Richtungen der Weg des ständigen Dazulernens und Weiterentwickelns. Er wünschte den Scheidenden alles Gute und ermutigte sie, positiv und zufrieden durchs Leben zu gehen.
Für den Elternbeirat sprach Irmtraud Ranzinger. Sie ließ die Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre Revue passieren. Auch ein Dank an das Kollegium und an alle aktiv Beteiligten am Schulerfolg der Absolventen sprach sie aus.
Die beiden Schülersprecher Amelie Klampfl und Moritz Wolf skizzierten die „intimen Geheimnisse“ aus den vergangenen sechs Realschule verabschiedet 103 Absolventen Schuljahren, vor allem aus den Fahrten, die ihnen am prägendsten in Erinnerung bleiben werden. Sie erlebten gute und schlechte Zeiten, lernten, auf eigenen Beinen zu stehen, und entwickelten sich als Persönlichkeiten weiter, erzählten die Schülervertreter. Der Abschluss bedeute nun, getrennte Wege zu gehen. Es gingen aber alle ihren eigenen Weg. Sie wünschten ihren Schulkameraden dabei viel Glück und betonte die Unterstützung der gesamten Schulfamilie.
Schulleiter Otto Murr ließ sich von den Motiven und Sprüchen auf den T-Shirts der Abschlussklassen inspirieren. Er selbst suchte dann passende Sprüche aus, die die Väter oder Mütter der Schüler auf das Hemd schreiben würden. Dazu gab es einige Lacher und zustimmendes Nicken bei vielen Eltern. Auch er ließ die Entwicklung der Kinder innerhalb der Zeitspanne von sechs Jahren an der Realschule nochmals aus Sicht einer Lehrkraft und Schulleiters rückschauend passieren. Aus teils unsicheren und ängstlichen Fünftklässlern wurden kritische, engagierte und fleißige junge Erwachsene. Er hofft, dass gerade die „weichen“ Tugenden wie Toleranz, Mitmenschlichkeit, Einfühlungsvermögen und Beständigkeit und Sorgfalt an die Absolventen weitergegeben werden konnten. Als letzten Gedanken formulierte er den Spruch: „Kein Unglück so groß, es hat ein Glück im Schoß.“
Mit der Vergabe der Zeugnisse und der Ehrung für die Besten durch Schule und Gemeinden ging die Feier zu Ende. Für eine besonders herausragende Leistung im DELF-Sprachzertifikat (Französisch) wurde Natascha Petri geehrt. Mit 100 von 100 möglichen Punkten hat sie am besten in Niederbayern abgeschnitten. Die Feier wurde durch den Schulchor unter der Leitung von Doris Freelandt und Florian Hackl sowie durch die Bläsergruppe und das Klarinettensextett unter Mitwirkung und Leitung von Lothar Blitz umrahmt. − red